Freitag, 10. Februar 2012 l 13:37 Uhr

twitter

rss-logo

spacer

Banner
Banner
Banner
Banner
Startseite / Aktuell / Aus aller Welt / Kongo: Über 240 Frauen nach Massenvergewaltigungen behandelt

Die Welt ist kein Dorf. Mit Berichten und Nachrichten in dieser Rubrik im Bielefelderblatt können Sie von der Vielschichtigkeit unserer Welt erfahren.

Kongo: Über 240 Frauen nach Massenvergewaltigungen behandelt

MONUC-Soldaten in der Provinz Nord-KivuWalikale - Die Massenvergewaltigungen während eines tagelangen mutmaßlichen Rebellenangriffs im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben offenbar ein erschreckenderes Ausmaß als bisher bekannt. Inzwischen seien in der Provinz Nord-Kivu 242 vergewaltigte Frauen medizinisch behandelt worden, sagte der Arzt Cris Baguma von der US-Medizinerorganisation IMC.

Nach Angaben eines Behördenvertreters wurden innerhalb von vier Tagen zwischen Ende Juli und Anfang August fast 390 Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Anschließend hätten sich die ruandischen Hutu-Rebellen und einheimische Milizen zurückgezogen.

_____

Auch die Hilfsorganisation IMC machte die Rebellen der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) und örtliche Milizen für die Vergewaltigungen verantwortlich. Den Angaben zufolge ereigneten sich die meisten Übergriffe in Luvungi, einer Ortschaft mit rund 2200 Einwohnern, und in den umliegenden Dörfern. Die Angreifer hätten vermutet, dass die Frauen Gold zwischen ihren Beinen versteckten, da es in der Gegend mehrere Steinbrüche gebe, sagte Baguma.

Auch vor schwangeren Frauen und jungen Müttern hätten die Angreifer nicht Halt gemacht. Einige Frauen seien vor den Augen ihrer Männer vergewaltigt worden, ergänzte der aus dem zentralafrikanischen Land stammende Arzt. Die Vergewaltigungsopfer waren demnach zwischen 16 und 75 Jahren alt. Es sei möglich, dass die Zahl der Betroffenen weiter steige. Einige hätten sich vermutlich nicht medizinisch versorgen lassen. Zudem seien noch nicht alle Gesundheitszentren der Region zu weiteren Fällen befragt worden.

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hatte Ende August von mindestens 179 Vergewaltigungen in Nord-Kivu gesprochen. Der UN-Sicherheitsrat forderte den Kongo daraufhin auf, die Gräueltaten zu stoppen. Die FDLR wies in einer Erklärung jede Verantwortung zurück.

©AFP 2010
Archivfoto: Gwenn Dubourthoumieu

Aktuelles zu Gesundheit

Frostige Temperaturen belasten das Herz

News image

Firmen-News / Anzeige   Paderborn - Das eisige Wetter sorgt nicht nur für laufende Nasen und andere Erkältungssymptome. Die frostigen Temperaturen führen auch zu einer Verengung der Blutgefäße ...

Weiterlesen ...

Bundesweites Register für Brustimplantate gefordert

News image

Nach dem Skandal um mangelhafte Brusteinlagen des Herstellers PIP fordert Unions-Fraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) Konsequenzen."Wir brauchen ein bundesweites Register für Brustimplantate", sagte Singhammer den Zeitungen der ...

Weiterlesen ...
Politik News

Bundesrat soll Steuersenkung zustimmen

News image

Passau - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat an die Länder appelliert, die schwarz-gelben Steuersenkungspläne im Bundesrat nicht scheitern zu lassen."Die von uns beschlossene Erhöhung des Grundfreibetrages ...

Weiterlesen ...

Auf Sparpaket für Griechenland geeinigt

News image

In Griechenland haben sich die Parteispitzen der Übergangsregierung mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds auf ein Sparpaket geeinigt. Das teilte das Büro von Ministerpräsident ...

Weiterlesen ...