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Bielefelder Blatt / Aktuell / Aus aller Welt / Massengrab für Flutopfer

Die Welt ist kein Dorf. Mit Berichten und Nachrichten in dieser Rubrik im Bielefelderblatt können Sie von der Vielschichtigkeit unserer Welt erfahren.

Massengrab für Flutopfer

Die Opfer der Flutkatastrophe erhalten eine Massenbestattung, die die Behörden auf den Philippinen vorbereitenIligan - Die Behörden auf den Philippinen haben die Massenbestattung von Opfern der Flutkatastrophe vorbereitet. Bis zu 50 der insgesamt 300 in der Stadt Iligan geborgenen Leichen sollten zusammen bestattet werden, sagte Bürgermeister Lawrence Cruz im staatlichen Fernsehen.

"Heute werden wir ein Massengrab ausheben und die Leichen bestatten, nach denen niemand gefragt hat, sowie jene, die in einem fortgeschrittenen Zersetzungsstadium sind", sagte Cruz. Dem Bürgermeister zufolge sind die Leichenhallen überfüllt mit unbekannten Toten. Neu eintreffende Leichen würden nicht mehr angenommen.

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Der Leiter der Gesundheitsbehörde von Iligan, Levy Villarin, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Massenbestattung könne noch am Montag stattfinden. Das hänge aber davon ab, ob die Behörden mit der Dokumentation der Merkmale der Leichen fertig würden. Diese sei wichtig für eine mögliche spätere Identifizierung.

Der Tropensturm "Washi" war am Samstag über die philippinische Insel Mindanao hinweggefegt und hatte Sturzfluten sowie Erdrutsche ausgelöst. Am stärksten betroffen von der Katastrophe waren die Hafenstädte Cagayan de Oro und Iligan. Nach Angaben des Roten Kreuzes der Philippinen starben in der Region mehr als 650 Menschen, 911 Menschen wurden demnach vermisst. Das philippinische Gesundheitsministerium nannte andere Zahlen: Bislang seien 533 Todesopfer registriert worden, zudem würden noch 239 Menschen vermisst, sagte der für Katastrophenmanagement verantwortliche Behördenvertreter Benito Ramos. Die Liste des Roten Kreuzes sei möglicherweise übertrieben. Staatspräsident Benigno Aquino will am Dienstag die Katastrophenregion besuchen.

Unterdessen wehrte sich der philippinische Präsident Benigno Aquino gegen Vorwürfe, er habe inmitten der Trauer seines Landes um die mehr als 650 Toten durch den Tropensturm "Washi" eine ausgelassene Party gefeiert. Das Präsidialbüro teilte mit, Aquino sei am Sonntag lediglich etwa 30 Minuten auf der Weihnachtsfeier seines Sicherheitsdienstes geblieben, um den Angestellten seine Anerkennung zu zollen. Er sei aber nicht auf die Bühne getreten und habe weder gesungen noch getanzt.

Ins Rollen gekommen waren die Vorwürfe gegen Aquino, nachdem eine philippinische Schauspielerin und Moderatorin von ihrer Begegnung mit dem 51-Jährigen auf der Feier berichtet hatte. Im Online-Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb Valerie Concepcion, der Präsident habe ihren Auftritt vor den Sicherheitsleuten genossen und über ihre Witze gelacht.

©AFP 2011
Foto: Ted Aljibe

 

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