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Bielefelder Blatt / Aktuell / Aus aller Welt / Straßenkarneval in Rio gestartet

Die Welt ist kein Dorf. Mit Berichten und Nachrichten in dieser Rubrik im Bielefelderblatt können Sie von der Vielschichtigkeit unserer Welt erfahren.

Straßenkarneval in Rio gestartet

Mit Fanfarengedröhn, Konfettiregen und einer feierlichen Schlüsselübergabe hat der Karneval in Rio begonnenRio de Janeiro - Mit Fanfarengedröhn, Konfettiregen und einer feierlichen Schlüsselübergabe hat der Karneval in Rio begonnen.

König Momo übernahm symbolisch die Schlüssel der Stadt und damit für fünf Tage die Regentschaft über die brasilianische Millionenmetropole. Überschattet wurde der Frohsinn von der Angst vor einer Dengue-Fieber-Epidemie.

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"Ich begrüße die Königliche Familie von König Momo. Und ich übergebe hiermit die Funktion des Bürgermeisters an den König", sagte unter dem Jubelgeschrei der Karnevalisten Rio de Janeiros Bürgemeister Eduardo Paes. Der 160 Kilogramm schwere König Momo erwiderte seinerseits: "Es ist eine enorme Verantwortung, an der Spitze des größten Kulturfestes der Welt zu stehen. Ich möchte die Freude des Karnevals in die ganze Welt tragen."

Und schließlich sprach der König, der mit bürgerlichen namen Milton Junior heißt, die von seinen Fans sehnsüchtig erwarteten Worte: "Ich erkläre den Karneval von Rio für eröffnet." Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, legte Momo trotz seines Gewichts einen frenetischen Samba-Tanz hin.

In den ersten Tagen sollen farbenfrohe Umzüge hunderttausende Menschen in die Straßen von Rio locken. Den Höhepunkt bilden am Sonntag und Montag die prunkvollen Umzüge der 13 besten Sambaschulen im sogenannten Sambodrom, einer eigens angelegten Tribünenstraße im Stadtzentrum. Zu den fünftägigen Feiern werden etwa 850.000 Touristen erwartet. Unter ihnen sind zahlreiche Prominente wie die Sängerinnen Madonna und Jennifer Lopez, Playboy-Gründer Hugh Hefner und Starlet Paris Hilton. Rund 12.000 Polizisten sind im Einsatz.

Brasiliens Gesundheitsminister Alexandre Padilla warnte unmittelbar vor Beginn des Karnevals, für Rio bestehe in diesem Jahr die Gefahr einer der größten Dengue-Epidemien. Der in der Metropole grassierende Virustyp sei allerdings nicht der gefährlichste und auch nicht tödlich. Das Dengue-Virus tritt vor allem in den Tropen auf und wird durch Moskitos übertragen. Es verursacht Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In Rio wurden seit Jahresbeginn nach amtlichen Angaben 3500 Dengue-Fälle registriert, davon aber keiner mit tödlichem Ausgang.

Auch vor der Ansteckungsgefahr mit HIV warnten die Behörden ausdrücklich. Während des Karnevals sollen drei Millionen Kondome kostenlos verteilt werden. Damit sollen ungewollte Schwangerschaften und die Übertragung von Geschlechtskrankheiten wie Aids verhindert werden. Verteilt werden die Kondome unter dem Motto: "Kondome benutzen - 100 Prozent Harmonie".

©AFP 2012
Foto: Vanderlei Almeida

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