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Türkischer Außenminister Davutoglu macht Druck auf Syrien
Damaskus - Im Konflikt um die Gewalt der syrischen Regierung gegen die Protestbewegung hat die Türkei ihren Druck auf Syriens Präsidenten Baschar el Assad verstärkt: Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu reiste nach Damaskus, um Assad zum Einlenken zu bewegen.
Syrischen Menschenrechtlern zufolge gab es landesweit erneut zahlreiche Tote. Davutoglu sei mit Assad und dessen Außenminister Walid Muallem zu Gesprächen in Damaskus zusammengekommen, berichtete der regierungsnahe syrische Sender Dunia.
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Davutoglu soll Assad im Auftrag des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan eine klare Botschaft überbringen, die Niederschlagung der Proteste sofort einzustellen. Türkische Medien berichteten, der Minister werde bei der Visite eine "letzte Warnung" Ankaras übermitteln.
Erdogan hatte am Samstag gesagt, Ankara habe die Geduld mit seinem Nachbarland verloren. Damaskus hatte Ankara am Sonntag im Gegenzug vorgeworfen, die Morde an Zivilisten und Militärs durch "terroristische Banden" nicht verurteilt zu haben und zudem die Einmischung in syrische Angelegenheiten kritisiert.
Die syrischen Demonstranten riefen Davutoglu über ihre Facebookseite "Syrian Revolution 2011" auf, am Abend mit ihnen in einer Moschee in Damaskus zu beten, "um den Forderungen des syrischen Volkes näher zu sein". Seit Beginn des Fastenmonats Ramadan am 1. August gehen die Demonstranten jeden Abend auf die Straße, um den Sturz der Regierung zu fordern. Nach Angaben eines Menschenrechtsaktivisten demonstrierten am Montagabend dutzende Menschen mitten in Damaskus und zogen dabei an Regierungsgebäuden vorbei.
In den vergangenen Tagen war Damaskus wegen des gewaltsamen Vorgehens der syrischen Armee gegen die Protestbewegung auch in der arabischen Welt zunehmend unter Druck geraten. Mehrere Länder, darunter auch Saudi-Arabien, beriefen ihre Botschafter aus dem Land ab. Laut Menschenrechtsaktivisten starben in Syrien seit dem Beginn der Revolte Mitte März mehr als 2000 Menschen.
Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten setzten die syrischen Sicherheitskräfte ihr gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten fort und töteten landesweit mindestens 21 Menschen. Die meisten Todesopfer habe es in der ostsyrischen Stadt Deir Essor gegeben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) unter Berufung auf Aktivisten vor Ort mit.
©AFP 2011
Foto: Türkisches Außenministerium, Hakan Goktepe











