Donnerstag, 11. März 2010
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Gut gerüstet für Vancouver

Fritz Dopfer fuhr einen fulminanten zweiten DurchgangSölden - Bei der olympischen Generalprobe in Kranjska Gora hat Felix Neureuther einen souveränen Eindruck hinterlassen. Beim österreichischen Doppelsieg verpasste der Zollhauptwachtmeister auf Rang 4 nur knapp eine Podestplatzierung in seiner Spezialdisziplin. Maria Riesch entging beim Super-G in St. Moritz nur knapp einem Sturz und kam infolge dessen nicht unter die Top Ten.:

Mit einem äußerst spannenden Rennen verabschiedete sich der alpine Weltcup der Herren im slowenischen Kranjska Gora heute in seine Olympia-Pause. Bevor die Rennläufer in zwei Wochen im kanadischen Whistler Mountain um Edelmetall kämpfen werden, galt es heute mit einem guten Resultat noch einmal möglichst viel Selbstvertrauen zu tanken.

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Nach dem ersten Durchgang lagen die schnellsten 13 Slalomfahrer dicht gedrängt innerhalb nur einer Sekunde zusammen, was nicht nur den zahlreichen Zuschauern ein spannendes Finale auf der Piste "Podkoren" versprach. Felix Neureuther, der nach einigen kleineren Fehlern den ersten Lauf als Zwölfter beendete, zeigte dann auch auf seiner zweiten Fahrt durch die Slalomstangen sein ganzes Können. Dank der am Ende zweitschnellsten Laufzeit kämpfte er sich im Endklassement noch bis auf Platz 4 vor. Vielleicht wäre sogar noch mehr möglich gewesen, aber ein kleiner Fehler in der Zweier-Vertikalen verhinderte fünf Tore vor dem Ziel eine noch bessere Platzierung. Es siegte der Österreicher Reinfried Herbst vor seinem Teamkollegen Marcel Hirscher, Dritter wurde Julien Lizeroux aus Frankreich. Dennoch war Felix Neureuther nach dem Rennen nicht enttäuscht ob der verpassten Chance, sondern resümierte rundum zufrieden: "Nach dem Ausscheiden in Schladming muss man erst mal wieder reinkommen und ein gutes Ergebnis einfahren. Das habe ich heute souverän getan. Insofern bin ich glücklich und das Ergebnis ist absolut okay für mich." Vollkommen zurecht, denn auf den 3. Platz seines französischen Kollegen fehlten dem Zöllner nur 0,16 Sekunden.

Nach der durchaus als gelungen
zu bezeichnenden Generalprobe kann der Slalomspezialist seine Reise nach Kanada mit dem nötigen Selbstvertrauen antreten. Mit Blick auf den olympischen Wettbewerb in knapp drei Wochen verwies er darauf, dass im Slalom immer alles möglich sei. "Natürlich ist es der große Traum eines jeden Sportlers, eine Medaille zu gewinnen. Für mich ist daher einfach wichtig, dass ich mich nicht zu sehr unter Druck setzen lasse und mit Freude und der richtigen Spannung an das Ganze rangehe. Dann bring ich dort zwei richtig gute Läufe runter und wir werden sehen, was rauskommt", so der 25-Jährige, der als Vorbereitung noch einige Europacup-Rennen bestreiten wird.

Bereits gestern erreichte Fritz Dopfer nach einem fulminanten zweiten Durchgang das beste deutsche Ergebnis in einem Riesenslalom seit 2006. Mit der hohen Startnummer 54 ins Rennen gegangen fuhr er dank der zweitschnellsten Zeit im zweiten Durchgang bis auf Platz 17 vor. Am Vortag hatte der Zollwachtmeister noch das Finale der besten 30 auf der "Podkoren" verpasst. "Die Enttäuschung von gestern habe ich einfach umgemünzt in eine neue Anspannung und größere Aggressivität, und das hat sich offenbar gelohnt", versuchte er seinen Überraschungserfolg zu erklären. "Es ist einfach genial, mal weit vorne in einen Lauf starten zu können. Da kann man so richtig zeigen, was in einem steckt."

Beim Super-G der Damen
in St. Moritz fuhr Maria Riesch nach ihrem gestrigen Triumph in der Abfahrt heute auf den 11. Rang. Nach einem schweren Fahrfehler hatte sie am Ende einen Rückstand von 0,75 Sekunden auf Siegerin Lindsey Vonn. Doch bei der Allrounderin aus dem Zoll Ski Team überwog ganz eindeutig die Erleichterung darüber, den drohenden Sturz gerade noch verhindert und das Ziel gesund erreicht zu haben. "An der Stelle wo ich vorgestern ausgeschieden bin, da habe ich vor lauter Panik, dass ich ihn auch ja erwische, ein bisschen zu früh den Schwung angesetzt", erklärte die Zollhauptwachtmeisterin ihr Missgeschick, "dann bin ich genau mit der Skispitze auf die Torstange und hätte um ein Haar eingefädelt. Gott sei Dank ist dann der Ski noch auf der richtigen Seite an dem Tor vorbei. Das war ein Riesenglück, denn hätte ich eingefädelt, wäre ich ganz, ganz böse gestürzt." Dies hätte wohl das Olympia-Aus bedeutet, analysierte die 25-Jährige nach dem letzten Rennen der Damen vor Olympia. In der kommenden Woche wird sich die Partenkirchenerin auf heimischen Hängen hoch motiviert auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten, ehe sie am 8. Februar die Reise nach Kanada antreten wird.

© Bundesministerium der Finanzen
www.zoll.de

 
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