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Deiche in Brandenburg halten - Staubecken wird geöffnet
Potsdam/Görlitz - Die Deiche in Brandenburg halten den Hochwasserfluten bisher stand. Bis zum Morgen habe es keine Meldungen über Deichbrüche oder andere besondere Ereignisse gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam. Aus Sachsen werden sinkende Pegelstände gemeldet, in Görlitz wurde der Katastrophenalarm aufgehoben.
Entlang der Neiße sei auch in Brandenburg das Wasser in vielen Orten bereits wieder gesunken, sagte der Sprecher des Potsdamer Innenministeriums. Trotzdem könne aber keine Entwarnung gegeben werden. "Es ist unklar, wie lange es dauert, bis die Neiße wieder im Flussbett ist."
Als erster brandenburgischer Ort war am Montagabend Klein Bademeusel evakuiert worden. Der Landkreis Spree-Neiße forderte die rund 80 Bewohner der kleinen Ortschaft an der Neiße auf, ihre Häuser zu verlassen. Mehrere Straßenzüge liegen dort direkt an einem Deich und waren deshalb vom Hochwasser bedroht.
Auch die Spree wurde von den Helfern in Brandenburg aufmerksam beobachtet. "Die Spree macht uns aber nicht so große Sorgen", sagte der Ministeriumssprecher. Vorsichtshalber solle aber im Laufe des Vormittags unterhalb von Spremberg ein Staubecken geöffnet werden. "Das soll viel abfangen." Davon würden Städte im weiteren Flussverlauf wie beispielsweise Cottbus profitieren.
In Sachsen ging derweil das Hochwasser weiter zurück. "Wir haben überall sinkende Pegelstände", sagte eine Sprecherin des Katastrophenschutzstabes in Görlitz. Im Laufe des Tages sollten die letzten in Sicherheit gebrachten Bürger wieder in ihre Häuser zurück dürfen. Für die Stadt Görlitz und den südlichen Teil des gleichnamigen Landkreises wurde der Katastrophenalarm aufgehoben, unter anderem auch in Zittau.
©AFP 2010
Foto: Arno Burgi










