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US-Marine befreit deutsches Schiff aus Gewalt von Piraten
Manama - Die US-Marine hat einen vor Somalia entführten deutschen Frachter aus der Gewalt von Piraten befreit. Bei der Aktion in der Nacht seien die zehnköpfige Besatzung befreit und neun Entführer festgenommen worden, teilte die US-Marine mit, ohne weitere Angaben zum Verlauf der Aktion zu machen.
Somalische Piraten ließen zudem einen bulgarischen Tanker und die 15-köpfige Besatzung nach fast vier Monaten in ihrer Gewalt frei.
Der Frachter "M/V Magellan Star", der einer deutschen Reederei gehört und unter der Flagge von Antigua und Barbuda fährt, war am Mittwoch im Golf von Aden gekapert worden. Eine türkische Fregatte des multinationalen Einsatzverbandes zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika hatte einen Notruf des Frachters erhalten, woraufhin das Kriegsschiff "USS Dubuque" ein Kommando entsandte. Bei der Befreiung des Schiffes wurden den Angaben der US-Marine zufolge keine Menschen verletzt.
Der multinationale Einsatzverband war im Januar 2009 ins Leben gerufen worden, um den internationalen Schiffsverkehr zu schützen und die Piraterie im Golf von Aden und im Indischen Ozean zu bekämpfen. Inoffiziellen Angaben zufolge gab es im Jahr 2009 mehr als 200 Angriffe somalischer Piraten und 68 erfolgreiche Entführungen. Dabei wurden Schätzungen zufolge mehr als 50 Millionen Dollar (39 Millionen Euro) Lösegeld gezahlt.
Von somalischen Piraten freigelassen wurde am Donnerstag der am 11. Mai entführte Tanker "Panega" und die 15 bulgarischen Besatzungsmitglieder, wie Bulgariens Außenministerium in Sofia mitteilte. Die Crew des bulgarischen Schiffes sei wohlauf. Weitere Angaben zu der Freilassung machte das Ministerium nicht.
Ecoterra International, eine Organisation zur Überwachung der Piraterie, hatte in einem Bericht vom 31. August 23 Schiffe mit mehr als 411 Besatzungsmitgliedern aufgeführt, die in der Gewalt von Piraten seien.
©AFP/Bundeswehr 2010
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