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Barcelona gewinnt bei europaweitem Taxitest
München - Beim Taxiservice hat München unter den deutschen Großstädten die Nase vor. Im einem ADAC-Taxitest in 22 europäischen Metropolen landete die bayerische Landeshauptstadt sogar auf Platz zwei hinter dem Testsieger Barcelona, wie der Automobilclub mitteilte.
Die spanische Großstadt überzeugte demnach in der Gesamtwertung mit den besten Fahrzeugen, korrekten Abrechnungen und hilfsbereiten Fahrern. Zudem sind die Taxifahrten in Barcelona vergleichsweise günstig: Während in der spanischen Metropole eine Sieben-Kilometer-Fahrt 10,92 Euro kostet, müssen die Fahrgäste dafür in Zürich mit 31,35 Euro das Dreifache berappen.
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Testverlierer ist die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Zwei Fahrer verweigerten laut ADAC die Beförderung. Bei vier von zehn Fahrten wurde zudem ein Umweg von bis zu 150 Prozent gefahren. Der Autoclub hat insgesamt über 200 Taxifahrten in 22 europäischen Großstädten getestet. Gleich drei deutsche Städte sind unter den besten fünf. Hinter München folgen Köln auf Platz drei und Berlin auf Rang fünf. Alle drei glänzten mit der Note "sehr gut" in der Kategorie Routentreue.
Deutlich schlechter schnitt dagegen Hamburg ab. Bei einer Fahrt leistete sich der Taxifahrer nach Angaben des Automobilclubs demnach einen 213-prozentigen Rekordumweg. Trotz mehrmaliger Hinweise auf die falsche Route wurde der volle Fahrtpreis für die unfreiwillige Extratour verlangt. Hamburg erreichte deshalb nur Platz elf in der Gesamtwertung.
In anderen Fällen bemängelten die Tester, dass rote Ampeln missachtet wurden, zu hohe Preise verlangt und Quittungen falsch ausgestellt wurden. Jeder zweite Taxifahrer fiel laut ADAC bei der Bewertung durch. Die in der Kategorie "Fahrer" vergebenen Noten waren demnach bestenfalls "ausreichend", so auch in München, Barcelona, Paris, Köln, Berlin und Salzburg. Der Rest lag mit zehn Mal "mangelhaft" und sechs Mal "sehr mangelhaft" unterhalb der Mindeststandards.
Die ADAC-Tester waren getarnt als Geschäftsmänner von Mai bis Juni auf fünf typischen Routen unterwegs. Ausgestattet waren sie dabei mit Trolley und GPS-Gerät, das neben der Geschwindigkeit auch die tatsächlich gefahrene Route aufgezeichnet hat. Bewertet wurden die Kategorien Fahrer, Fahrzeug und Routentreue.
©AFP 2011
Foto: Oliver Berg










