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ZEW-Index zur Konjunkturerwartung leicht gestiegen
Mannheim - Nach den neuen EU-Beschlüssen zum Kampf gegen die Euro- und Schuldenkrise sind die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzmarktexperten leicht gestiegen. Das geht aus dem vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim veröffentlichten Index für Dezember hervor.
Demnach stieg der ZEW-Index zum ersten Mal seit neun Monaten: Er erhöhte sich um 1,4 Punkte auf minus 53,8 Punkte. Damit liegt er aber weiterhin deutlich unter dem historischen Mittelwert von 24,6 Punkten, was darauf hinweist, dass die befragten Analysten im kommenden halben Jahr nach wie vor mit einer Abschwächung der Konjunktur in Deutschland rechnen.
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"Bei den Konjunkturerwartungen scheint die Bodenbildung erreicht worden zu sein", erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Die Finanzmarkt-Experten rechnen offenbar mit einer geringeren Wirtschaftsdynamik, aber nicht mit einem Absturz der deutschen Wirtschaft im nächsten halben Jahr. Die Beschlüsse vom jüngsten EU-Gipfel mögen die Erwartungen positiv beeinflusst haben." Zwar seien wichtige Details derzeit noch unklar, insgesamt seien die Ergebnisse aber "ein wichtiger Schritt hin zu einem funktionierenden Ordnungsrahmen für die Währungsunion".
Dem ZEW-Index zufolge bleibt die Bewertung der aktuellen konjunkturelle Lage in Deutschland positiv, schwächt sich aber weiter ab. Der entsprechende Wert sei im Dezember zum fünften Mal in Folge gesunken, aktuell um 7,4 Punkte auf 26,8 Punkte. Für seinen monatlichen Finanzmarkterwartungs-Index befragte das ZEW nach eigenen Angaben zwischen dem 28. November und dem 12. Dezember 287 Analysten und institutionelle Anleger nach ihrer mittelfristigen Einschätzung.
©AFP 2011
Foto: Jens Wolf










