Gesundheit ist das höchste Gut. Dazu liefern wir Ihnen in unserer Online-Zeitung an dieser Stelle aktuelle Nachrichten.
Selbsthilfegruppe für Glücksspieler und deren Angehörige besteht schon über 20 Jahre
Bielefeld - Nachfolgend lesen Sie einen Bericht von Dieter, dem ehrenamtlichen Gruppensprecher der Selbsthilfegruppe GameOver aus Bielefeld:
Seit über 20 Jahren besteht die Selbsthilfegruppe GameOver Bielefeld. Wir treffen uns regelmäßig Mittwochs von 18:30h bis 20:15h in der Kreuzstraße 19a in Bielefeld. Diese Gruppe wurde im November 1980 im evangelischen Gemeindedienst des Johanneswerk gegründet.
Bis zur Gründung der Fachstelle Glücksspielsucht kamen die Mitglieder überwiegend nach einer Erstberatung durch Herrn Pyko vom evangelischen Gemeindedienst in die SH-Gruppe.
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Es stellte sich heraus, dass die Problematik der Glücksspielsucht ständig zunahm. Es kam 1999 die Fachstelle Glücksspielsucht hinzu. Mit dieser Fachstelle arbeiten wir eng zusammen. Die letzten Jahre sind wir öffentlich aktiver geworden. Die Glücksspielproblematik nahm erheblich zu.
Poker legal und illegal, Sportwetten, amen vermehrt hinzu. Auch die Altersstruktur nach unten veränderte sich. Durch die veränderten Angebote (u. a. kürzeres Spiel) melden sich immer jüngere Menschen mit Ihrer Problematik. Die Anzahl der Nachfragenden erhöhte sich gewaltig, sowie in der Fachstelle und auch bei uns.
Was tun wir? Wir sind füreinander da. Hören zu und geben Ratschläge, denn das, was einem hilft, kann man sich selbst nicht sagen. Die Eigenverantwortung bleibt, d. h. Die Entscheidung sein Leben zu verändern, trägt der betroffene selbst. Wir alle profitieren voneinander, helfen uns gegenseitig im Umgang mit den Problemen, mit Spieldruck. Wichtiger Bestandteil ist, die gewonnene Freie Zeit wieder sinnvoll anders nutzen zu können. Wir geben gleichzeitig unsere Erfahrungen weiter. Wir versuchen uns einzumischen in die Problemfelder und weisen auf die erhebliche Suchtproblematik des unkontrollierten Spielens hin. Hierbei muss man sehen 460 000 krankhafte Glücksspieler, 750 000 problematische Spieler und ca. 3 000 000 gefährdete Glücksspieler gibt es in Deutschland. Nicht mitgerechnet sind die Angehörigen und vor allem Kinder. Wir wissen, einmal süchtig – immer süchtig. Wir haben und sind dabei zu lernen, unser Problem in den Griff zu bekommen, ohne Suchtmittelgebrauch. Sich mit der Problematik zu beschäftigen kann weh tun, es lohnt sich aber. Gibt es eine Alternative? Nur weiterspielen!!!!
Wir sind sicher, dass viele Angehörigen verzweifelt Hilfen suchen, hier können wir unterstützend helfen, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige mitzugründen. Melden Sie sich. Wir pflegen Kontakte zu anderen Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Kliniken und professionellen Hilfen.
Seit letztem Jahr haben wir eine Homepage www.gameoverweb.de, telefonisch erreichbar sind wir unter Tel.: 0178 / 7712449 oder per E-Mail:
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In der Kreuzstraße ist überwiegend jemand Mittwochs ab 18:00 Uhr ansprechbar.
„Neue“ haben die Möglichkeit, vorab im Gespräch einige Fragen zu klären. Sehr wichtig ist die Schweigepflicht.














