Montag, 21. Mai 2012 l 23:14 Uhr

twitter

rss-logo

spacer

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Bielefelder Blatt / Magazin / Gesundheit / Regierung und Opposition streiten über Patientenrechtegesetz

Gesundheit ist das höchste Gut. Dazu liefern wir Ihnen in unserer Online-Zeitung an dieser Stelle aktuelle Nachrichten.

Regierung und Opposition streiten über Patientenrechtegesetz

Opposition bezeichnet das Patientenrechtegesetz als MogelpackungBerlin - Die Koalitionspläne für ein neues Patientenrechtegesetz stoßen vor allem bei der Opposition auf heftige Kritik. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Karl Lauterbach, sprach von einer "Mogelpackung".

Die Ersatzkassen begrüßten indes, dass die Patientenrechte nun erstmalig zentral geregelt werden. Lauterbach bemängelte vor allem, dass künftig nur bei groben Behandlungsfehlern die Beweislast beim Arzt liegen solle. Dies betreffe "nur ganz wenige Fälle", bei denen schon jetzt vor Gericht der Arzt beweisen müsse, dass er keine Fehler gemacht habe, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

_____

Die Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Patientenrechte, Maria Klein-Schmeink, erklärte in Berlin, der von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vorgelegte Entwurf sei allenfalls ein "Trostpflästerchen für die Patienten". Auch die Linken-Abgeordnete Kathrin Vogler hält den Entwurf für unzureichend. "Ärzte und Leistungsanbieter bleiben praktisch ungeschoren, wenn die Lasten beim Gesundheitspfusch nun auf die gesetzlichen Kassen verschoben werden", sagte sie der "SZ".

Nach dem von Bahr und Leutheusser-Schnarrenberger vorgestellten Gesetzentwurf sollen die gesetzlichen Krankenkassen ihre Mitglieder künftig beim Verdacht auf Behandlungsfehler unterstützen, um Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Das kann etwa durch medizinische Gutachten erfolgen. Bahr erklärte, die Patientenrechte würden "erstmalig in einem einheitlichen Gesetz gebündelt und gestärkt". Dazu gehört unter anderem die Aufklärungspflicht des Arztes über die Risiken einer Behandlung. Versicherte sollen auch ein gesetzliches Recht auf Einsicht in ihre Patientenakte bekommen.

Bei einfachen Behandlungsfehlern bleibt es allerdings dabei, dass der Patient auch in Zukunft den Nachweis erbringen muss, dass ein Behandlungsfehler zu einer Gesundheitsschädigung geführt hat. Bei groben Behandlungsfehlern müsse der Arzt beweisen, "dass die Behandlung auch ohne den Fehler schief gelaufen wäre", erklärte Leutheusser-Schnarrenberger.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), sieht mit dem Gesetzentwurf die Patienten gestärkt. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte der "SZ", mit dem Gesetz sei der "Spagat" gelungen, die Patientenrechte zu verbessern, ohne das Verhältnis zwischen Arzt und Patient zu belasten.

Der Verband der Ersatzkassen (vdek), dem unter anderem die Barmer GEK und die Techniker-Krankenkasse angehören, forderte einen noch weitergehenden Schutz der Patienten vor Leistungen, deren Nutzen nicht wissenschaftlich bewiesen sei. die in den Arztpraxen angebotenen individuellen Leistungen, sogenannte IGeL-Leistungen, sollten strikter begrenzt werden, erklärte Vorstandschef Thomas Ballast. IGeL-Leistungen werden nicht von den Kassen bezahlt.

Nach Ansicht des Verbandes der niedergelassenen Ärzte müssten auch die Kassen bei der Patientensicherheit noch stärker in die Pflicht genommen werden. Hier greife der Gesetzentwurf zu kurz, erklärte der NAV-Virchowbund. Auch die Kassen müssten nachweisen, dass sie die Versicherten "richtig informiert und beraten haben".

©AFP 2012
Foto: Mehdi Fedouach

Bielefelder Blatt / Magazin / Gesundheit / Regierung und Opposition streiten über Patientenrechtegesetz
Banner
Banner
Banner
Auto Nachrichten

Bochum bangt weiter um Opel-Werk

News image

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum bleibt vorerst weiter ungewiss. "Es gibt keine Entscheidung zu Bochum nach 2014", sagte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke am Montag auf einer Betriebsversammlung und ...

Weiterlesen ...

Opel Bochum will mit harten Bandagen kämpfen

News image

Bochum - Der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, hat harten Widerstand im Falle einer Schließung des Standortes angekündigt. "Wenn man uns diese Produktion wegnimmt, dann ...

Weiterlesen ...

Schweiz: Autofahrer aus Bern und Luzern verursachen die meisten Unfälle

In der Schweiz haben Autofahrer aus den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Bern und Luzern im vergangenen Jahr die meisten Unfälle mit Toten und Verletzten im Verhältnis zu den registrierten ...

Weiterlesen ...
Boulevard News

Bee-Gees-Sänger Robin Gibb verliert Kampf gegen Krebs

News image

London - Der Bee-Gees-Sänger Robin Gibb ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb der 62-Jährige am Sonntag nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung. Gibb hatte gemeinsam ...

Weiterlesen ...

Fernsehwelt trauert um Kurt Felix

Der TV-Moderator Kurt Felix, bekannt durch die Sendung "Verstehen Sie Spaß?", ist tot.Wie sein Sprecher mitteilte, verstarb der gebürtige Schweizer bereits am vergangenen Mittwoch in St. Gallen. Felix ...

Weiterlesen ...
Lifestyle News

Kinder der Babyboomer blicken hoffnungsvoll in die Zukunft

News image

Berlin - Obwohl sie höhere Beitragslasten in den Sozialsystemen tragen müssen, blicken die Kinder der sogenannten Babyboomer laut einer Studie optimistisch in die Zukunft. Die Generation der um ...

Weiterlesen ...

Cameron Diaz hat kein Problem älter zu werden

News image

US-Schauspielerin Cameron Diaz hat will nicht wieder 20 sein und hat dieses Alter als "Tortur" bezeichnet. "Ich mache mir keine Sorgen um das Alter. Das habe ich nie gemacht. Ich ...

Weiterlesen ...

Mark Zuckerberg heiratet Freundin Priscilla Chan

News image

San Francisco - Nur einen Tag nach dem Börsengang seines Online-Netzwerks Facebook hat Firmenchef Mark Zuckerberg seiner Freundin Priscilla Chan das Ja-Wort gegeben.Auf seiner Facebook-Seite änderte der ...

Weiterlesen ...