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Designer Karl Lagerfeld will günstige Mode über das Internet verkaufen
Paris - Nach Jahrzehnten in der Luxusklasse will Modeschöpfer Karl Lagerfeld jetzt den Massenmarkt mit einer eigenen Marke erobern. Der deutsche Designer werde voraussichtlich im nächsten Jahr Mode für ein Massenpublikum zu vergleichsweise günstigen Preisen im Internet verkaufen, teilte seine Firma in Paris mit.
Auch die luxuriöse Prêt-à-porter-Marke Karl Lagerfeld solle "kommerzieller" werden, hieß es. Unter dem Namen "masstige", eine Wortschöpfung aus den Bestandteilen Masse und Prestige, will der Mann mit dem silbernen Zopf sich an ein Publikum wenden, das ihm bereits bei einem Gastauftritt für das schwedische Billigmodehaus H&M im Jahr 2004 einen großen Erfolg beschert hatte.
Damals hatte "König Karl" eine kleine Kollektion für die Schweden entworfen, die zu langen Schlangen in den Geschäften führte und innerhalb weniger Tage ausverkauft war.
"Das Elitärsein der Massen ist seit langem mein Traum", erklärte Lagerfeld. "Ich denke, dass es fast meine Pflicht ist, dies mit meinem Namen zu machen, das ist der Weg der Modernität." Laut Lagerfelds Firma laufen noch Verhandlungen über den Vertrieb und die Herstellung der neuen Kollektion, die in der Herbst-Winter-Saison 2011/2012 starten könnte.
Die Prêt-à-porter-Marke unter dem Namen des deutschen Modemachers soll ebenfalls eine Wandlung erfahren. Sie werde "die Richtung ändern und etwas kommerzieller werden", hieß es in der Erklärung der Firma. Schon ab dem Frühjahr 2011 werde die Marke bei auf den Laufstegen der Frühjahrs-Défilées nicht mehr vertreten sein. Die nächste Kollektion werde während der Modewochen in Mailand und Paris in den Geschäftsräumen der Firma zu sehen sein. Außerdem solle sie einen "zugänglicheren Look" bekommen.
Die Marke "Karl Lagerfeld" gehört dem britischen Investmentfonds APAX Partners, Lagerfeld ist künstlerischer Leiter. Produktion und Vertrieb sind in Italien angesiedelt.
©AFP 2010
Archivfoto: Giuseppe Cacace










