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Rettungsarbeiten an Costa Concordia gehen weiter
Giglio - Zur weiteren Durchsuchung der "Costa Concordia" haben italienische Taucher ein neues Loch in das Wrack gesprengt. Durch die Lücke zwischen den Decks vier und fünf wollten die Einsatzkräfte Zugang zum Restaurant-Bereich erhalten, wo noch Opfer der Katastrophe vermutet werden.
Zehn Tage nach dem Unglück werden die Chancen, noch Überlebende zu finden, jedoch als äußerst gering bewertet. Zur Verstärkung der Suchmannschaften wird auch ein Spezialschiff erwartet, das mit Hochauflösungskameras den Meeresboden absuchen soll.
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Im Laufe des Tages sollen Experten zudem über den Beginn der Abpumpaktion entscheiden, bei der die rund 2400 Tonnen Treibstoff aus dem Wrack geholt werden sollen. "Wir halten alle den Atem an, um zu wissen, ob es möglich sein wird, mit dem Abpumpen zu starten, während weiter nach Vermissten gesucht wird", sagte der Bürgermeister der Insel Giglio, Sergio Ortelli, der Nachrichtenagentur AFP.
Bislang wurden 13 Tote geborgen, rund 20 weitere Menschen werden noch vermisst, darunter mehr als zehn Deutsche. Unter den identifizierten Toten ist ein Deutscher. Möglicherweise liegt die Zahl der Vermissten höher, weil es blinde Passagiere an Bord gegeben haben könnte.
Fragen wirft weiter das Verhalten von Kapitän Francesco Schettino in der Unglücksnacht auf. Zeitungsberichten zufolge soll er zum Zeitpunkt der Kollision des Luxusliners mit einem Felsen abgelenkt gewesen sein, weil eine kleine Gruppe von Leuten auf der Brücke stand und sich unterhielt. Schettino habe mit ihnen gescherzt, während das Schiff zu schnell gefahren sei, hieß es.
Unklar ist weiter auch, ob die "Verbeugung" vor der Insel Giglio durch das sehr nahe Vorbeifahren der "Costa Concordia" von der Betreibergesellschaft genehmigt und gewünscht war oder nicht. Das Unternehmen dementiert dies und gibt Schettino die alleinige Verantwortung für das gefährliche Manöver.
©AFP 2012
Foto: Filippo Monteforte







