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Löschen von Kinderporno-Seiten erweist sich als langwierig
Wiesbaden - Im Internet bleiben Seiten mit kinderpornographischen Inhalten trotz Löschungsbemühungen oft noch tagelang abrufbar.
Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden bestätigte einen Bericht der Zeitung "Die Welt", wonach 40 Prozent der Seiten nach einer Woche noch auf den Computer geladen werden können. Bis zum Verschwinden der Seiten gebe es "immense Zugriffszahlen", berichtet das Blatt unter Berufung auf die BKA-Untersuchung.
Das BKA untersucht nach Angaben eines Sprechers im Auftrag der Bundesregierung das Prinzip "Löschen statt Sperren". Dazu lägen jetzt erste Ergebnisse vor. Weitere Details zu den Untersuchungen wollte der Sprecher nicht nennen.
Bayerns Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) forderte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf, ihren Widerstand gegen das Sperren von kinderpornographischen Webseiten aufzugeben. Es sei "unverantwortlich", die Augen davor zu verschließen, dass das Löschen von entsprechenden Seiten auf internationalen Servern kaum machbar sei, erklärte Schneider.
Deshalb müsse der Zugang zu diesen "abscheulichen Seiten" durch Internetsperren erschwert werden. Es müssten die Wege sowohl des Sperrens als auch des Löschens genutzt werden, um gegen Kinderpornografie im Internet vorzugehen.
©DDP/AFP 2010
Archivfoto: Jochen Lübke




