Vortragsreihe in Kooperation mit dem Naturkunde-Museum der Stadt Bielefeld
Bielefeld. Das entscheidende Merkmal des Ökosystems Erde ist die Vielfalt der Arten, die Biodiversität. Sie macht wesentlich die Schönheit der Natur aus und bietet schier unerschöpfliche Chancen für die Lösung drängender Probleme, z.B. in Medizin und Technik. Aber das Artensterben nimmt inzwischen dramatisch zu. Die Gefahren reichen von der Klimaveränderung über die Umweltverschmutzung bis hin zur rücksichtslosen Übernutzung und Ausbeutung der Natur. Die Vortragsreihe will sich anhand ausgewählter Beispiele mit den Chancen und Gefahren des Ökosystems Erde auseinandersetzen.
Der Eintritt für alle Vorträge ist frei!
Informationen zum Förderverein des namu und seinen Projekten:
Dr. Godehard Franzen
Tel.: 05 21/45 11 02
Email:
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Sterbende Seen: Aralsee und Totes MeerAuf unserem Globus gibt es außer den Weltmeeren auch viele Seen auf den Kontinenten. Das Schicksal dieser Inlandseen hängt von der Wasserzu- und abfuhr ab. Diese Wasserbilanz ist wiederum sehr abhängig vom Klima. Am Beispiel des Aralsees wird dargelegt, dass der Mensch einen entscheidenden Einfluss genommen hat, die Wasserbilanz so zu verändern, dass es den Aralsee heute nicht mehr gibt. Auch viele andere Binnenseen in Trockenklimaten sind fast verschwunden. Das Tote Meer eilt einem gleichen Schicksal zu. Die ökologischen Folgen 'sterbender Seen' sind in jedem Einzelfalle sehr unterschiedlich. Die Veränderungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, die Probleme der 'Wüstenbildung' und mögliche Gegenmaßnahmen werden erläutert.
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Prof. a.D. Dr. Siegmar- W. Breckle, Bielefeld
Donnerstag, 11.02.2010, 19:30 - 21:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
Entgeltfrei
So weit der Blick reicht
- Aussichtspunkte in Ostwestfalen-Lippe -
Aussichtspunkte mit einem weiten Blick über die Landschaft sind faszinierend: Die enge Umgebung des Alltags zu verlassen - und sei es nur mit Blicken - gibt einem das Gefühl, über den kleinen täglichen Problemen zu stehen.
Nicht nur in den Bergen, auch in unserer Region gibt es viele Möglichkeiten, weite, reizvolle Aussichten zu genießen. In dem Vortrag werden die schönsten Aussichtsmöglichkeiten in Ostwestfalen- Lippe vorgestellt und Anregungen gegeben, die Landschaft vor der eigenen Haustür im Überblick von oben besser zu verstehen.
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Peter Rüther, Dipl.-Biologe,
Projektleiter Naturpark Teutoburger Wald
Donnerstag, 18.03.2010, 19:30 - 21:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei
Keine Angst vor großen Katzen - Der Luchs im Harz -
Im Jahre 2000 wurde im Nationalpark Harz ein Wiederansiedlungsprojekt für die größte Europäische Katzenart, den Luchs gestartet. Der Vortrag beschreibt die Entwicklung des deutschlandweit einmaligen Projektes von dessen Anfängen bis heute. Besonders wird auf die im Winter 2008 begonnene Telemetrierung von Luchsen eingegangen. Derzeit liefern vier z. T. mit GPS-Sendern ausgestattete Luchse Daten aus dem Harzgebiet. So bekommen auch wir Einblick in die Lebensweise dieses scheuen Einzelgängers.
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Dipl.-Forsting. Ole Anders,
Nationalparkverwaltung Harz
Donnerstag, 22.04.2010, 19:30 - 21:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
Entgeltfrei
Der große Exodus:
Treibt der Klimawandel Millionen Menschen aus dem Süden nach Norden?
Glaubt man an die gängigen Zahlen, steht die Welt vor einer Völkerwanderung gigantischen Ausmaßes. Berichte des Weltklimarats, von Greenpeace und der Weltbank prognostizieren, dass sich in den kommenden Jahrzehnten Millionen von Flüchtlingen vom Süden in den Norden auf den Weg machen. Und dies, weil die Polkappen schmelzen, Ackerland versteppt und Küstenregionen überschwemmt werden. Von bis zu 250 Millionen Klimaflüchtlingen ist bis zum Jahr 2050 die Rede. Stimmt der simple Zusammenhang von mehr Treibhausgasen und verstärkter Migration? Wie passen sich viele Menschen in der Welt heute schon den veränderten Lebensbedingungen an? Der Vortrag versucht erste Antworten auf diese komplexen Zusammenhänge.
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Prof. Dr. Thomas Faist, Universität Bielefeld
Donnerstag, 20.05.2010, 19:30 - 21:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei
CO2-Abscheidung: Lösung der Klimaprobleme oder ökologisches Feigenblatt?
Hauptverantwortlich für die globale Erwärmung ist die Energiewirtschaft, insbesondere die Kohlekraftwerke. Kohle ist der klimaschädlichste fossile Brennstoff. Trotzdem sind in Deutschland derzeit etwa 30 Braun- oder Steinkohlekraftwerke in Bau oder Planung, die für weitere 40-50 Jahre etwa 180 Millionen Tonnen CO2 jährlich emittieren würden.
Teile der Energiewirtschaft und der Politik sehen in der CO2-Abscheidung den klimaschutzpolitischen Königsweg. Doch ist die über das Versuchsstadium noch nicht hinaus gekommene Carbon Capture and Storage-Technologie (CCS) eine zukunftsfähige Option? Dieser Frage geht Dirk Jansen in seinem Vortrag nach.
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Dipl.-Geogr. Dirk Jansen,
Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bunds für Umwelt und Naturschutz
Donnerstag, 17.06.2010, 19:30 - 21:00 Uhr
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei
Für weitere Angebote des Naturkunde-Museums Bielefeld besuchen Sie unsere Web-Seite www.namu-ev.de












