SA 12.11.2011 - Vernetzungstreffen für Spielerselbsthilfegruppen NRW
Bielefeld - Am 12.11.2011 findet das 14. Vernetzungstreffen für Spielerselbsthilfegruppen in NRW erstmals in Bielefeld statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Spielerselbsthilfegruppe Game Over, dem Evangelischem Gemeindedienst e.V, / Johanneswerk und der Fachstelle Glücksspielsucht des Caritas Neuss statt, mit finanzieller Unterstützung des Gesundheitsministerium des Landes NRW.
Glücksspiel ist eine weit verbreitete Suchterkrankung. Seit 2001 ist das pathologische Spielen als Krankheit anerkannte. Betroffene können seither eine ambulante oder stationäre medizinische Rehabilitation absolvieren. Die Kosten trägt der Sozialversicherungsträger.
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Unkontrolliertes Spiel kann zur Abhängigkeit führen. Die derzeit noch größte Gefahr geht von den Geldspielautomaten aus. Über 50% der Betroffenen sind davon abhängig. Sportwetten, Poker, Computerspiele u. a. sowie die in Spielcasinos angebotenen Spiele sind weitere Problemfelder. Eine repräsentative Studie aus 2011 geht von 480 000 krankhafte Glücksspielern im Alter von 14-16 Jahren aus, 750000 problematische Spieler, sowie 3 000 000 gefährdete Glücksspieler, davon sind über 50% Automatenabhängig.
Das Leid von mitbetroffenen Angehörigen, Kindern nicht eingerechnet. Glücksspielsucht gehört zu den stoffungebunden Süchten. Sehr viele Betroffene sind auch mehrfach abhängig.
Betroffen sind überwiegend Männer. Jedoch steigt leider auch die Zahl von betroffenen Frauen. Schätzungen gehen mittlerweile von fast 30 % aus.
Die Selbsthilfe für Glücksspieler /innen ist neben den der beruflichen Suchthilfe eine wichtige tragende Säule im Behandlungssystem für Betroffene und Angehörige sowie im Umgang mit diesem Problem. Spezielle die Spielerselbsthilfe sieht sich hier mit besonderen und neuen Anforderungen konfrontiert:
Immer mehr junge Menschen kommen mit ihren Glücksspielproblemen. Die Zahl der betroffenen Migranten und die Anzahl der von einer Glücksspielsucht betroffenen Frauen steigen beständig und suchen Hilfe in der Selbsthilfegruppe. Auch wenden sich immer mehr Computerspieler und allgemein Medienabhängige mit dem Wunsch nach Unterstützung an Spielerselbsthilfegruppen. Genau in diesem Spannungsfeld stehen wir!
Auf dem Vernetzungstreffen wollen wir die Möglichkeiten und Grenzen der unterschiedlichen Hilfsangebote für Betroffene im stationären, ambulanten Bereich und in der Selbsthilfe darlegen. Wollen jedoch besonders die Chancen eines aufeinander bezogenen Miteinanders der 3drei Hilfebausteine in den Blick nehmen. Ein uns wichtiger Aspekt sind die mitbetroffenen Angehörigen. Hier macht es u. E. Sinn, eine eigene Selbsthilfegruppe zu gestalten. Hierzu laden wir betroffene Angehörige ein, kommen Sie, sie werden feststellen, dass Sie nicht alleine mit diesem Problem stehen.
Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage http//gameoverweb.de oder melden Sie sich unter Tel.: 0178 / 7 71 24 49 sowie E-Mail:
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