Studentisches Mitglied tritt nach Eklat zurück
Bielefeld - Am 26.01.2012 ist Sören Witt von seinem Platz im "Kuratorium der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft" zurückgetreten. Grund für den Rücktritt sind die Ereignisse vom Oktober 2011 während der Nominierung möglicher Preisträger_innen für den "Preis für besonderes studentisches Engagement", den die Westfälisch Lippische Universitätsgesellschaft (WLUG) jährlich vergibt.
Unter den Vorgeschlagenen befand sich auch das Frauencafé Anaconda, zu dem sich Professor Helmut Steiner, Präsident der Universitätsgesellschaft, in unangebrachter und diskriminierender Weise äußerte, indem er bezweifelte, dass das Frauencafé in die engere Auswahl kommen könnte.
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Für den Vertreter des Kuratoriums seien lesbische Frauen und Transpersonen eine Randgruppe. Daher sei es fraglich, welchen Eindruck die Vergabe des Preises an diese, bzw. schon allein deren Nominierung, auf die Presse machen würde. Noch während der Sitzung bezüglich einer Auswahl sahen sich die studentischen Mitglieder der paritätisch besetzten Jury, bestehend aus Vertreter_innen der WLUG, Hochschullehrenden und Delegierten der Studierendenschaft der Universität Bielefeld unter Druck gesetzt, so dass eine studentische Vertreterin aus Protest den Raum verließ. Das Frauencafé forderte am 14.12.2011 anlässlich der Preisverleihung die WLUG in einem öffentlichen Brief zu einer Stellungnahme bezüglich der diskriminierenden und sexistischen Äußerungen auf.
Auch das Studierendenparlament der Universität Bielefeld reagierte auf die Ereignisse, indem es die Zusammenarbeit mit der WLUG bis auf Weiteres beendete und diese ebenfalls zu einer Stellungnahme aufforderte. Sören Witt äußerte sich im Bezug auf seinen Rücktritt, der eine weitere Konsequenz aus den Ereignissen sowie der bisher nicht getätigten Stellungnahme von Seiten der Westfälisch Lippischen Universitätsgesellschaft darstellt, folgendermaßen: "Solange die WLUG sich nicht eindeutig von homophoben und sexistischen Äußerungen ihrer Mitglieder distanziert, ist eine Zusammenarbeit ausgeschlossen. Ich wäre nach einer Aufarbeitung der Ereignisse wieder bereit den Platz im Kuratorium zu besetzen."
Der Allgemeine Studierendenausschuss unterstützt als eine weitere studentische Vertretung die Forderungen nach einer Stellungnahme.










